Roberto Abbate ist davon überzeugt, dass der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel einen unmitttelbaren Einfluss auf die aromatische Klarheit des Weines hat. Der Vergleich zwischen dem Jahrgang 2023 zu dem Vorgängerjahr 2022 lässt daran nicht zweifeln. Sie unterscheiden sich im aromatischen und strukturellen Ausdruck deutlich voneinander und bilden die Jahrgangstypizität damit eindrücklich ab. Während 2022 mineralisch, präzise und sich noch immer recht reduktiv präsentiert, besitzt 2023 in der Nase und am Gaumen deutlich mehr Frucht und Körper. Man schmeckt Blutorange, Orangenblüte und Zitronen, auch würzige Anklänge von Fenchel und Anis. Der Abgang ist saftig und mineralisch. Es gibt kaum Rosé-Weine im Hinblick auf Qualität und Geschmack, die für mich eine Alternative zu Weissweinen und Rotweinen darstellen. Der Etna Rosato von Roberto Abbate aber sehr wohl. Mich begeistert er jedenfalls bereits im vierten Jahrgang in Folge. Gerade im Zuge von Rotwein- Unverträglichkeiten rücken Rosés gerade wieder ans Licht.